Die italienische Süßspeise gehört heute zu den bekanntesten Desserts der Welt, ist historisch jedoch vergleichsweise jung.
Die oft erzählte Bordellgeschichte, nach der das Dessert als stärkende Speise für Gäste entwickelt wurde, gilt als populäre Legende ohne gesicherte Quellenbasis.
Die Entstehung wird vor allem zwei Regionen zugeschrieben. In Treviso ist Tiramisu seit den frühen 1970er Jahren klar in schriftlichen Quellen belegt, während aus Tolmezzo eine handschriftliche Rezeptüberlieferung existiert, die bis in die 1950er Jahre datiert wird. Eine eindeutige Zuschreibung lässt sich daraus nicht ableiten.
Kulinarisch steht Tiramisu in einer längeren Tradition italienischer Cremes wie Zabaione, die bereits im 16. Jahrhundert nachweisbar ist und auf einer Kombination aus Eigelb, Zucker und Flüssigkeit basiert.
Der internationale Erfolg des Desserts lässt sich dadurch erklären, dass es traditionelle Elemente mit einer einfachen Zubereitung verbindet, gut vorbereitet und gekühlt aufbewahrt werden kann und sich dadurch besonders für den Einsatz in der Gastronomie eignet.
Zutaten
* 3 Eigelb
* 1 ganzes Ei
* 3 Eiweiße
* 200 g Zucker
* 400 g Mascarpone
* 200g– Löffelbiskuits (Savoiardi)
* ca. 300 ml starker, abgekühlter Kaffee (ungesüßt)
* Kakaopulver
* 1 Prise Salz
*
Zubereitung
1. Starken Kaffee zubereiten und vollständig abkühlen lassen.
2. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
3. Eigelb, ganzes Ei und Zucker schaumig schlagen, bis die Masse hell wird. Mascarpone vorsichtig unterheben.
4. Geschlagenes Eiweiß vorsichtig unter die Creme heben
5. Löffelbiskuits kurz in Kaffee tauchen (nicht durchweichen)
6. Erste Schicht in eine flache Form legen, Hälfte der Creme darauf verteilen, Zweite Schicht Biskuits, Restliche Creme darauf geben
7. Mehrere Stunden kalt stellen und Vor dem Servieren mit Kakao bestäube
QUellen:
1. Giuseppe Maffioli, La cucina trevigiana (Treviso: 1983).
2. Norma Pielli, handschriftliches Rezept, Albergo Roma (Tolmezzo), ca. 1950er Jahre / 1959.
3. Le Beccherie, Archivmaterial und Rezeptüberlieferung, Treviso, ab ca. 1972.
4. National Geographic, „Deconstructing Tiramisu: Coffee-Infused Italian Classic.“
5. Accademia del Tiramisù, Beiträge zur Geschichte und Herkunft des Tiramisù.
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11 Comments
Die Legende klingt ähnlich zur Erfindung von Spaghetti alla Puttanesca.
Jedoch ist bei Spaghetti nach H.u.renart die Legende, basierend auf echten Fakten.
das Zubereitete hier im Bild wäre mir zu flüssig
Für Kinder einfach kaba und mit kaba bestreuen schmeckt genau so gut.❤
😋
Ich liebe liebe lieb Tiramisu ❤❤❤
Leider gibt es mittlerweile selbst in den richtig italienisch geführten Restaurants oft nur noch die Convinient Fertig Tiefkühlvariante oder direkt "Tiramisu-Eis"
Schade eigentlich, denn mir sind meistens die Desserts zu teuer, dafür dass sie oft nicht selbst frisch gemacht sind ..
Bitches was geht?
👍Aber obendrauf sieht leider nicht wirklich nach Kakao aus
Diramisuu
Hat jemand die Eierschale gesehen?
Sogar zu dämlich um eine Tiramisu zu machen. 🤣🤣🤣🤣
Viel zu flüssig
Das im Video sieht nicht gut aus